Bei den Angriffen im September 1991 wurden die in Hoyerswerda lebenden ausländischen VertragsarbeiterInnen aus der Stadt vertrieben. Mit dem Ende der DDR mussten die meisten von ihnen Deutschland ganz verlassen. Nur Wenige interessierten sich für die Situation der einstigen KollegInnen. Die Rückkehr in ihre Heimatländer war für viele mit Problemen verbunden, die sie bis heute beschäftigen.

Filme

Angelika Nguyen: "Bruderland ist abgebrannt" (1992)

In ihrem Film "Bruderland ist abgebrannt" begleitete Angelika Nguyen Anfang der 1990er Jahre ehemalige vietnamesische Vertragsarbeiter. (Quelle: YouTube)

Rückkehr nach Vietnam – Betroffenen erzählen (1993)

Ein Bericht von RheintalTV (Quelle: YouTube):

"Siebzigtausend Vietnamesen arbeiteten zu Spitzenzeiten in Fabriken des ehemaligen Bruderstaates DDR. Bis zur Wende hatten sie Gelegenheit ihr Einkommen trotz geringer Bezahlung so zu verbessern, das es möglich war, ihre Familien im Heimatland zu unterstützen. Mit der Wende sollten sich die Verhältnisse jedoch ändern. Wer Deutschland verließ, erhielt 3000 DM von der Bundesregierung, für einen Neuanfang im eigenen Land. Doch das ein Neustart mehr Probleme bereitete als erwartet, erzählen die Rückkehrer in diesem Beitrag aus dem Jahr 1993.
Beitrag Ulrike Baur, Kamera, Regie und Produktion: Bert P. Herfen"

Rückkehr nach Vietnam – Probleme beim Neuanfang (1993)

Ein Bericht von RheintalTV (Quelle: YouTube):

"Siebzigtausend Vietnamesen arbeiteten zu Spitzenzeiten in Fabriken des ehemaligen Bruderstaates DDR. Bis zur Wende hatten sie Gelegenheit ihr Einkommen trotz geringer Bezahlung so zu verbessern, das es möglich war, ihre Familien im Heimatland zu unterstützen. Mit der Wende sollten sich die Verhältnisse jedoch ändern. Wer Deutschland verließ, erhielt 3000 DM von der Bundesregierung, für einen Neuanfang im eigenen Land. Doch das ein Neustart mehr Probleme bereitete als erwartet, erzählen die Rückkehrer in diesem Beitrag aus dem Jahr 1993.
Beitrag Ulrike Baur, Kamera, Regie und Produktion: Bert P. Herfen"

Hintergrund

Mehr als nur "Völkerfreundschaft": Projektarbeit Mosambik e.V.

"Was sagen Sie zu dem vielen Schnee?" fragte die Hoyerswerdaerin Waltraud Spill eines Tages auf der Fahrt nach Schwarze Pumpe einen Mosambikaner, der neben ihr im Bus saß. Aus der Begnung entstanden Bekanntschaften, die mehr waren als die Phrasen der "Völkerfreundschaft", die das Verhältnis zwischen DDR-BürgerInnen und mosambikansichen VertragsarbeiterInnen nach Vorstellungen der politischen Führung anleiten sollte. Nach dem Ende der DDR besuchte Spill ihre mosambikanischen Freunde in ihrer Heimat. Zur Unterstützung der Menschen in dem verarmten afrikanischen Land gründete sie 1995 mit sechs anderen Frauen in Hoyerswerda den "Projektarbeit Mosambik e.V.". Während in Deutschland das Schicksal der ehemaligen mosambikanischen VertragsarbeiterInnen in Vergessenheit geriet, baute Spill unter dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" ihre Beziehungen nach Mosambik weiter aus und besuchte mehrmals das Land.

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Hintergrund

Die bittere Rückkehr der "Madgermanes"

Die aus der DDR nach Mosambik zurückkehrenden ehemaligen VertragsarbeiterInnen erlebten eine bittere Ankunft in ihrer Heimat. Die Ausbildungen der meisten von ihnen wurden in dem kriegsgebeutelten Land nicht gebraucht. Außerdem wurden sie um ihre Löhne betrogen. Man nannte sie die "Madgermanes" – eine Wortschöpfung aus "Made in Germany" und "verrückte Deutsche".

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